Selbstverteidigung

Durch das Training der Formen und Grundtechniken werden die technischen und physischen Grundlagen für eine erfolgreiche Selbstverteidigung erarbeitet. Unser Training orientiert sich an den im folgenden beschriebenen Systemen und Techniken. Ihre Anwendung ermöglicht es, in den verschiedensten Selbstverteidigungssituationen effektiv und angemessen agieren zu können.

Sanda (San Shou) ist eine Form des sportlichen Kampfes im Kung Fu. Es ist technisch intelligent, spektakulär und sehr schnell. Im Sanda wird das vollständige Repartoire an Kampf- und Selbstverteidigungstechniken angewendet: Fausttechniken, Beintechniken, Griffe und Würfe aus allen Höhen und aus allen Winkeln heraus. Aufgrund der flexiblen Auslegung ist Sanda nicht nur sportlicher Wettkampf, sondern auch bestens für die Selbstverteidigung geeignet. Sanda wird als vollständiges Verteidigungssystem bei den chinesischen Streikräften und der Polizei unterrichtet.


10th World Wushu Championship (YouTube-Video):


Chin Na und Shuai Jiao

Diese Techniken sind Bestandteil vieler chinesischer Kampfkunstsysteme. Sie sind eine wirkungsvolle Ergänzung der bestehenden Schlag- und Tritt-Techniken.

Mit Chin Na wird eine Serie von Techniken bezeichnet, die der Neutralisation und Kontrolle des Gegners dient. Die Techniken beinhalten das Schließen der Gelenke, Muskeln oder Sehnen zur Blockierung ihrer Bewegungsmöglichkeiten. Dabei wird oft entgegen der natürlichen Bewegungsrichtung der Gelenke gearbeitet, was große Schmerzen verursacht und den Gegner zur Aufgabe zwingt. Weitere Techniken sind das Drücken oder Schlagen gegen vitale Körperpunkte um den Energiefluss (Chi) zu stören oder zu unterbrechen.

Beim Shuai Jiao wird der Gegner mit verschiedenen Varianten von Würfen oder Fegern zu Boden geworfen oder durch Ziehen, Schieben, Halten aus dem Gleichgewicht gebracht. In einer realen Selbstverteidigungssituation kann ein Kampf schnell entschieden werden, indem der Angreifer so hart geworfen wird, dass er nicht mehr in Lage ist, weiter zu kämpfen.

Die Anwendung der Techniken erfordert feinmotorische Fähigkeiten sowie ein gewisses Verständnis für Anatomie und Körpermechanik. Präzision und richtiges Timing sind entscheidend für den Erfolg.

©  Kampfkunstschule Shaolin Quan